| 開催日 | 2026年11月17日(火) |
|---|---|
| 開催時間 | 17:00-18:30 |
| 開催場所 | 東京大学本郷キャンパス 文学部3号館401教室 |
| お問い合わせ先 | dokubun*l.u-tokyo.ac.jp (*を@に変えてください) |
Jochen Hörisch 講演会
講演会 Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim): Goethes Programm der Weltliteratur
【日時】2026年11月17日(火) 17:00-18:30
【会場】 東京大学本郷キャンパス 文学部3号館401教室
【参加について】参加無料・事前予約不要
【使用言語】ドイツ語(通訳なし)
【主催】東京大学文学部ドイツ語ドイツ文学研究室
【問い合わせ】 dokubun*l.u-tokyo.ac.jp (*を@に変えてください)
Im Gespräch mit Eckermann sagte Goethe am 31. Januar 1827: „Ich sehe mich daher gerne bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun. National-Literatur will jetzt nicht viel sagen, die Epoche der Welt-Literatur ist an der Zeit und jeder muß jetzt dazu wirken, diese Epoche zu beschleunigen.“ Weltbürger ist Goethe weniger als Reisender (er war weder in London noch in Paris noch in Petersburg), sondern vielmehr als Homme de lettre und wacher Zeitgenosse eines umfassenden Globalisierungsschubes. Dieser ergreift die politische Sphäre (zu denken ist dabei u.a. an die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die napoleonischen Interventionen bis nach Ägypten), die Kommunikationstechniken (Goethe hatte ein auffallendes Interesse an den Fortschritten der Telegraphie) sowie den Waren- und Geldverkehr – und eben auch die ästhetische Sphäre. Der Vortrag möchte herausstellen, welche bemerkenswert nüchternen, durchaus auch kritischen Vorstellungen Goethe von Weltbürgertum und Weltliteratur entwickelt.
Jochen Hörisch ist Seniorprofessor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Charlottesville, Princeton, Bloomington, an die ENS in Paris und nach Buenos Aires. Jüngere Publikationen: Hände – Eine Kulturgeschichte (Hanser Verlag); Poesie und Politik (Hanser Verlag); Der Dilettantismus der Geisteswissenschaften (Verlag der blaue Reiter).
【日時】2026年11月17日(火) 17:00-18:30
【会場】 東京大学本郷キャンパス 文学部3号館401教室
【参加について】参加無料・事前予約不要
【使用言語】ドイツ語(通訳なし)
【主催】東京大学文学部ドイツ語ドイツ文学研究室
【問い合わせ】 dokubun*l.u-tokyo.ac.jp (*を@に変えてください)
Im Gespräch mit Eckermann sagte Goethe am 31. Januar 1827: „Ich sehe mich daher gerne bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun. National-Literatur will jetzt nicht viel sagen, die Epoche der Welt-Literatur ist an der Zeit und jeder muß jetzt dazu wirken, diese Epoche zu beschleunigen.“ Weltbürger ist Goethe weniger als Reisender (er war weder in London noch in Paris noch in Petersburg), sondern vielmehr als Homme de lettre und wacher Zeitgenosse eines umfassenden Globalisierungsschubes. Dieser ergreift die politische Sphäre (zu denken ist dabei u.a. an die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die napoleonischen Interventionen bis nach Ägypten), die Kommunikationstechniken (Goethe hatte ein auffallendes Interesse an den Fortschritten der Telegraphie) sowie den Waren- und Geldverkehr – und eben auch die ästhetische Sphäre. Der Vortrag möchte herausstellen, welche bemerkenswert nüchternen, durchaus auch kritischen Vorstellungen Goethe von Weltbürgertum und Weltliteratur entwickelt.
Jochen Hörisch ist Seniorprofessor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Charlottesville, Princeton, Bloomington, an die ENS in Paris und nach Buenos Aires. Jüngere Publikationen: Hände – Eine Kulturgeschichte (Hanser Verlag); Poesie und Politik (Hanser Verlag); Der Dilettantismus der Geisteswissenschaften (Verlag der blaue Reiter).